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Neue Top Level Domains und ihre Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung

Seit Anfang Februar 2014 können Webseitenbetreiber ihre Top Level Domains noch freier wählen. Am 5. Februar 2014 gab die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) gleich eine ganze Reihe von neuen Endungen frei. Vorbei die Zeiten, als Webseitenbetreiber sich lediglich zwischen Länderkennungen, .com und .org entscheiden konnten. Doch wie werden eigentlich die großen Suchmaschinen mit der Vielzahl an neuen Top Level Domains umgehen?

„.guru“ statt „.com“

Eine gute, eingängige Webadresse ist ein wichtiger Baustein zum Erfolg der Website. Allerdings sind zahlreiche gut klingende Namen schon vergeben. Die neuen Top Level Domainswww-logo können es für Unternehmen und andere Webseitenbetreiber nun einfacher machen, einen aussagekräftigen, prägnanten Webseitennamen zu wählen. Der Name „yogaschule.de“ ist schon vergeben? Wie wäre es dann mit „yogaschule.guru“? Nach dem ersten Quartal 2014 soll es zudem möglich sein, regionale Endungen zu vergeben, zum Beispiel „yogaschule.berlin“. Offiziell möchte die ICANN mit den neuen Domainendungen den Wettbewerb unter Unternehmen fördern. Da jede Top Level Domain allerdings eine – wenn auch geringe – Gebühr kostet, werfen Kritiker der ICANN vor, lediglich Geld verdienen zu wollen.

Keywords in der Top Level Domain verbessern kaum die Sichtbarkeit

In einem ersten Schwung werden nun sukzessive 25 Endungen freigegeben, insgesamt sollen in den nächsten Jahren rund 500 neue Top Level Domains hinzukommen. Macht ein Mehr an Domainendungen das Netz tatsächlich nutzerfreundlicher? Viele Experten fürchten eher eine steigende Unübersichtlichkeit, da sich ein Angebot nun hinter zahlreichen verschiedenen Endungen verbergen kann. Allerdings suchen die meisten Verbraucher heute ohnehin in den großen Suchmaschinen nach Shops, Portalen, Unternehmen und Dienstleistern. Für Unternehmen und Shop- sowie Portalbetreiber ist daher vor allem interessant, wie die großen Suchmaschinen auf die Einführung der neuen Top Level Domains reagieren werden. Experten gehen davon aus, dass sich zunächst wenig ändert. Google und Co. Werden wahrscheinlich erst einmal abwarten, ob und wie viele Webseiten die neuen Endungen überhaupt aufgreifen, bevor die jeweiligen Algorithmen angepasst werden. Bereits seit Jahren zeigen Analysen, dass Keywords in der Top Level Domain das Ranking in den Suchmaschinen nicht verbessern. Ein Fahrradhändler darf sich daher kaum mehr Kunden erhoffen, wenn er die Endung „.bike“ für seine Internetadresse wählt.

Bei vielen Webseitenbetreibern scheinen die neuen Endungen einen Nerv zu treffen. Der Ansturm auf die neuen Domains beim Anbieter Strato war tatsächlich größer als erwartet. Vor allem für die Endung „.tip“ gingen zahlreiche Anfragen ein.

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