Achtung: dieser Beitrag ist älter. Es kann sein, dass manche Inhalte nicht mehr aktuell sind.

Linkkauf und -verkauf mit neuen Plattformen

Linkkauf und -verkauf Plattformen
Plattformen für den Linkkauf und -verkauf

Backlinks aus qualitativ hochwertigen Artikeln und von themenrelevanten Websites sind für Unternehmen und andere Webseitenbetreiber von großer Bedeutung, wenn die Platzierungen in den Suchergebnissen der Suchmaschinen (Rankings) verbessert werden wollen. Plattformen für den Linkkauf und –verkauf wollen den zeitaufreibenden Linkaufbau effektiver gestalten und es Werbenden und Webseitenbetreibern leichter machen, miteinander ins Geschäft zu kommen. Drei relativ aktuelle Plattformen für den Linkkauf und -verkauf werden nachfolgend kurz vorgestellt.

Linkaufbau-Plattformen können Rankings verbessern

Hochwertige Backlinks nur mithilfe von interessantem Content auf der eigenen Webseite zu generieren ist schwierig und kostenintensiv, aber durchaus möglich und besonders nachhaltig. Der Verkauf von Links an andere Webseitenbetreiber und Blogger verspricht dagegen, die Rankings schneller aufzubessern und somit kurzfristig mehr potenzielle Kunden auf die eigene Webseite aufmerksam zu machen. Das Geschäft ist für beide Seiten attraktiv: Die Linkkäufer (Advertiser) können sich über bessere Platzierungen in den Suchergebnissen freuen, Blogger oder andere Webseitenbetreiber (Publisher), über ein nettes Einkommen (Nebenverdienst). Das einzige Manko: Suchmaschinen wie Google ist diese Manipulation ein Dorn im Auge und strafen Publisher sowie Advertiser nach Entdeckung des Linkkaufs ab. Dennoch boomt das Geschäft mit Linkaufbau-Plattformen, die Advertiser und Publisher zusammenbringen. Drei relativ neue Plattformen schauen wir uns nun etwas genauer an:

  • everlinks.net
  • rankseller (früher seolista) und
  • RankSider

everlinks.net

everlinks.net* ist eine Vermittlungsplattform zwischen Werbekunden, die einen Link in einem Artikel platzieren möchten, und Webseitenbetreibern. Advertiser und Publisher können dabei gegenseitig untereinander Kontakt aufnehmen. Verkauft werden follow-Backlinks, die somit das Suchmaschinenranking beeinflussen.

EverLinks
EverLinks – innovativer Marktplatz für direkte Backlinks

So funktioniert everlinks.net

  • Publisher legen ihre URL mit Angaben zu ihrer Webseite an. Blogs und Webseiten müssen ein paar Grundvoraussetzungen erfüllen: Der PageRank muss so mindestens bei 1 liegen, außerdem muss die Website älter als sechs Monate sein. Publisher können einstellen, dass ihre URL dem Kunden erst angezeigt wird, wenn der Link erfolgreich verkauft wurde. So wird die Identität bis zum Abschluss des Geschäfts geschützt und eine mögliche Abstrafung durch Google erschwert.
  • Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten für Publisher über everlinks.net Geld zu verdienen: Sie erstellen einen komplett neuen Artikel mit dem entsprechenden Link und vorgegebenen Keywords, sie ergänzen einen bestehenden Artikel um einen Link oder sie veröffentlichen einen fertigen Artikel des Kunden.
  • Advertiser legen Kampagnen an: Sie geben vor, welche Keywords wie verlinkt werden sollen.
  • Praktisch ist der Ranking-Check, der zeigt, wie sich das Ranking durch den Linkverkauf entwickelt.

Das Vergütungsmodell von everlinks.net

  • Die Plattform gibt für Publisher Durchschnittspreise vor. Blogger können jeden beliebigen Preis festlegen. Es gibt keine Rahmen, so dass die angegebenen Durchschnittspreise nur zur  Orientierung dienen.
  • Die Preise schwanken zwischen 20 Euro und 120 Euro.
  • Everlinks.net behält 16,67 Prozent Provision ein. Die Provision ist in den Endpreisen, die Advertiser sehen, enthalten. Als Publisher zahlt man keine Provision.
  • Die Auszahlungsgrenze liegt bei 50 Euro im Monat. Die erste Auszahlung erfolgt erst, wenn Artikel und Link drei Monate auf der Webseite bestehen. Anschließend wird die Wartezeit auf einen Monat herabgesetzt.
  • Advertiser müssen ein Guthabenkonto von 50 Euro anlegen.
  • Darüber hinaus gibt es ein attraktives Partnerprogramm: Affiliates erhalten für jeden geworbenen Publisher oder Advertiser 50 Prozent der erzielten Einnahmen von everlinks.net, also 8,34 Prozent.

Die Besonderheiten von everlinks.net

  • Werbende und Blogger bzw. Webseitenbetreiber können gegenseitig miteinander in Kontakt treten und sich gezielt um Aufträge bzw. um Artikel bewerben.
  • Blogger können, anstatt passiv zu warten, sich für laufende Kampagnen bewerben.
  • Die Auszahlung ist garantiert, da das Geld des Advertisers für jeden Auftrag reserviert wird und nicht für andere Aufträge verwendet werden kann.
  • Weblogs werden manuell vom everlinks.net-Team auf Qualität geprüft.

Rankseller (früher seolista)

Rankseller* möchte ebenfalls ein Marktplatz für Werbetreibende und Werbeträger im Internet sein. Das Prinzip gleicht dem von everlinks.net, allerdings ist rankseller noch stärker auf Weblogs spezialisiert. Blogger tragen hier ihre Angebote mit individuellen Preisvorschlägen ein, Advertiser können sich um die Verlinkungen bewerben.

rankseller
rankseller – Marktplatz für Advertiser und Publisher

So funktioniert rankseller

  • Blogger registrieren sich und erstellen ein Profil. Dabei geben sie eine thematische Kategorie vor sowie die Themen und Inhalte, mit denen sie sich auf ihren Blogs hauptsächlich beschäftigen. Das erlaubt Advertisern eine gezielte Auswahl von thematisch passenden Blogs.
  • Blogger können entweder eigene Artikel erstellen oder vorgefertigte Texte annehmen.
  • Die Darstellung ist übersichtlich: Advertiser sehen groß den Preisvorschlag der Blogger, ihren PageRank, Alexa-Rank, Sprache, Kategorie und Themen.
  • Blogs werden anonymisiert dargestellt – so kann Google die Webseiten weniger leicht abstrafen.

Das Vergütungsmodell von rankseller

  • Blogger können die Preise selbst festlegen, dürfen aber nicht weniger als 30 Euro verlangen. 20 Prozent Provision gehen an rankseller.
  • Die Auszahlungsgrenze liegt auch bei dieser Plattform bei 50 Euro.
  • Advertiser müssen erst Guthaben hochladen, bevor sie sich um Verlinkungen bewerben können.

Die Besonderheiten von rankseller

  • Advertiser bewerben sich hier gezielt um Blogger, zu deren Inhalten und Themen der eigene Link passt.
  • Weblogs werden manuell vom rankseller-Team auf Qualität geprüft.

RankSider

Die dritte relativ neue Schnittstelle zwischen Bloggern und Advertisern ist RankSider*. Diese Plattform funktioniert allerdings nach dem umgekehrten Prinzip von rankseller: Blogger bewerben sich hier um die Aufträge von Advertisern.

RankSider
RankSider – Plattform für Crowdsourced SEO & Social Media Marketing

So funktioniert RankSider

  • Blogger und Advertiser erstellen beide ein Profil.
  • Blogger geben eine Oberkategorie, die Sprache ihres Blogs und die URL an, auf Wunsch werden Google Analytics Daten ergänzt.
  • Advertiser erstellen Ausschreibungen, geben dafür das Gesamtbudget an, legen also fest, wie viel sie insgesamt für die Linkbuilding-Maßnahme ausgeben möchten.
  • Blogger bewerben sich auf die Ausschreibung mit ihrem Honorarwunsch.

Das Vergütungsmodell von RankSider

  • Blogger schlagen den Auftraggebern ihren individuellen Preis vor.
  • RankSider behält 30 Prozent Provision ein.
  • Darüber hinaus besteht ein Partnerprogramm: Für jeden vermittelten Werbekunden (Auftraggeber) erhält der Affiliate 25 Euro.

Die Besonderheiten von RankSider

  • Blogger können thematisch passende Ausschreibungen auswählen; die Werbetreibenden haben damit  eine vergleichsweise hohe Sicherheit, dass sie Angebote von thematisch relevanten Blogs erhalten.

Backlinks kaufen von Linkschleudern?

Auf den diversen Linkkauf und -verkaufs Plattformen im Internet werden leider überwiegend auch viele Linkschleudern angeboten. Also Blogs, die in den meisten Fällen auf einer Expired Domain aufgesetzt worden sind und das Ziel haben, viele Artikel zu verkaufen. Themenrelevanz und Qualität werden in diesen Fällen völlig ignoriert, geworben wird mit klassischen Werten (PageRank, Domain-Popularität usw.). Diese Werte können bei Expired Domains – für sich alleine betrachtet – durchaus überzeugen. Doch kurz-, mittel- und erst recht langfristig werden diese Linkschleudern einem keine Freude bereiten, verursachen einmalige (hohe) Kosten und eventuell sogar Schaden.

Qualitätsprüfung mit dem „Smell Test“

Bevor man klassische Kennzahlen (KPIs) mit SEO Tools für die Blogs hinter den eingegangenen Angeboten abfragt, sollte zwingend ein kurzer Blick auf den angebotenen Blog geworfen werden. Der sogenannte „Smell Test“ reicht in den meisten Fällen schon aus, um das Angebot direkt ablehnen zu können. Welche Fragen sollten hierbei unter anderem gestellt und beantwortet werden:

  • Ist das Design ansprechend / branded?
  • Steht die Werbung im Vordergrund?
  • Sind interessante Inhalte vorhanden?
  • Wird nicht auf alles und jeden wahllos verlinkt?
  • Sind Inhalte mit Mehrwert und ohne ausgehende Links vorhanden?

Google ist nicht blöd und wird meines Erachtens nach ausgehende Links solcher Linkschleudern sehr einfach erkennen und komplett entwerten. Markus (von Bloofusion) hat einen sehr interessanten Artikel geschrieben, der beschreibt, wie leicht es Google mit den Linkschleudern gemacht wird: Wie Google ausgehende Links bewerten könnte, um den Link-Graph aufzuräumen…

Das sind jetzt alles keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse, doch sollte man immer wieder vor dem Linkkauf überlegen, ob das Projekt hinter dem angebotenen Backlink tatsächlich Mehrwert bietet. Augen auf beim Linkkauf!

Das schreiben Andere über die neuen Linkkauf und -verkaufs Plattformen

3 Antworten zu "Linkkauf und -verkauf mit neuen Plattformen"

  1. „Everlinks.net behält 16,67 Prozent Provision ein“

    Hallo Sven,
    wie kommt man denn auf so einen Wert? Ist das ein durchschnittlicher Wert der bei Everlinks anfallenden Provisionen? Bin irgendwie verwirrt, hatte neulich gelesen, dass bei Everlinks auch 30% Provision anfallen? Hat sich das was geändert?

    Reply
  2. Hallo Andreas,

    die Provision liegt bei 16.67% und wird von Advertisern bezahlt. Es steht auch schwarz auf weiß auf unserer Website. Bei weiteren Fragen bitte direkt an unseren Support schreiben.

    Viele Grüße
    Alex May

    Reply

Kommentar abschicken