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Graph Search: Facebook stellt soziale Suchmaschine (Suchfunktion) vor

Graph Search - Suchmaschine (Suchfunktion) von Facebook
Graph Search – Facebook Suchmaschine (Suchfunktion) mit Profilinformationen als Filter

Facebook hat seine Suchfunktion gründlich überarbeitet – und ihr auch gleich einen schicken neuen Namen verpasst: Die Facebook Graph Search soll Nutzern schneller Fotos, Orte und Personen finden lassen und verknüpfte Suchanfragen ermöglichen. Momentan befindet sich die Graph Search im Beta-Test für einige wenige ausgewählte User in den USA. Dennoch gibt es hier schon mal einen kleinen Einblick in die Features, die die Suchfunktion bietet.

Facebook Graph Search – was kann die neue Suchfunktion?

Facebook selbst bezeichnet die Suche in seinem Newsroom als neue Art, um Personen, Orte, Fotos und Interessen zu finden sowie Suchergebnisse danach zu filtern. So können User nun konkreter auswählen, wie gesucht werden soll. Möchte ein User bestimmte Personen in seiner Freundesliste finden, kann er nun gezielt Einschränkungen vornehmen: zum Beispiel nur Freunde anzeigen lassen, mit denen er zur Schule gegangen ist. Oder Freunde, die in derselben Stadt leben. Oder Freunde, die einmal denselben Urlaubsort besucht haben. Möglich sollen zudem komplexe, verknüpfte Suchanfragen sein – etwa nach „Freunden, die in Berlin wohnen und gerne ins Kino gehen“. Facebook verknüpft auf diese Weise eine semantische Suche mit logischen Suchalgorithmen. Das ist nicht die Neuerfindung des Rades, aber ein nettes Feature für häufige Nutzer des sozialen Netzwerkes.

Suche im Social Graph
Suche im Social Graph

Autocomplete-Funktion

Wie man es mittlerweile vom Suchmaschinenriesen Google gewohnt ist, bietet auch die Facebook Graph Search eine Autocomplete-Funktion; User müssen also nicht zwingend den gesamten Wortlaut der Suchanfrage eingeben, die Suchfunktion macht vielmehr Vorschläge, wie die Suche weitergehen könnte. Die Suchergebnisse sind grafisch deutlich aufgehübscht worden.

Web Search mit Bing

Und noch etwas ist neu: Beginnen User die Suchanfrage mit den zwei Worten „Web Search“, soll die Suchmaschine Bing sich in den Weiten des Internets auf die Suche nach passenden Ergebnissen machen. Auch Suchanfragen, für die auf Facebook selbst keine passenden Ergebnisse gefunden werden, werden an die Partner von Bing weitergegeben. Dennoch kann und will die Facebook Graph Search eine normale Web Search nicht ersetzen – im Moment zumindest noch nicht. Der große Vorteil der Suchfunktion ist nicht ihre Genauigkeit bei der Suche nach bestimmten Fakten oder Objekten. Vielmehr besteht das Alleinstellungsmerkmal der Graph Search darin, dass sie Zugriff auf alle bei Facebook gespeicherten Daten hat; anders als zum Beispiel Google. Unternehmen sollen allerdings nur Zugriff auf die Daten erhalten, die Facebook User auch öffentlich zugänglich machen. Informationen, die auf den Status „privat“ gesetzt sind, sollen für die Besitzer von Fan-Pages unsichtbar bleiben. Dieser Fakt setzt der Suchfunktion allerdings auch Grenzen, wenn sie von normalen Usern genutzt wird. Durchsucht werden nämlich immer nur die Daten, die für den jeweiligen User auch freigegeben sind.

Wer wissen möchte, wann die Graph Search in Deutschland startet, kann sich für eine Warteliste eintragen.

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