1

Google Websuche: Wie funktioniert die Suchmaschine Google

Google Websuche: Wie funktioniert die Suchmaschine Google, 3.5 out of 5 based on 11 ratings
Matt Cutts

Matt Cuts, Leiter des Webspam Teams bei der Internet-Suchmaschine Google (Foto: Google)

Google macht aus der Frage, nach welchen Kriterien man eine Webseite für ein gutes Ranking gestalten muss, ein großes Mysterium. Und das zu Recht, schließlich sollen die Nutzer der Suchmaschinen im Vordergrund stehen, nicht der Nutzen, den man selbst durch ein gutes Ranking hat. Diese Geheimniskrämerei bedeutet aber nicht, dass Google sich über seine Funktionsweise vollkommen verschweigt. Matt Cuts, Leiter des Google Webspam Teams, hat deshalb jetzt in einem Video Stellung zu der Frage genommen “Wie funktioniert Google eigentlich?”. Denn nur, wer die Arbeitsweise der Suchmaschinen versteht, kann daraus auch die richtigen Schlüsse für die Suchmaschinenoptimierung ziehen.

Crawlen, indexieren und präsentieren

Matt Cutts sieht bei der Arbeit von Suchmaschinen vor allem drei wichtige Aufgaben. Diese sind:

  • Das Crawling
    Tausende von sogenannten Spiders durchsuchen jeden Tag Billionen von Webseiten nach deren (neuen) Inhalten.
  • Das Indexieren
    Die Ergebnisse dieser Durchsuchungen werden in einem Index abgelegt, den der Google Nutzer bei seinen Suchanfragen abfragt.
  • Das Präsentieren
    Die Webseiten und Dokumente aus dem Index, die am besten der Suchanfrage entsprechen, werden abhängig von ihrer Qualität in einer Ergebnisliste präsentiert. Gut 200 verschiedene von Google bestimmte (geheime) Kriterien geben dabei den Ausschlag, welche Seite sich auf Top-Positionen wiederfindet und welche nicht.

Billionen Seiten Stück für Stück durchsuchen

Die größte Leistung Googles ist zweifellos das Crawling. Als die Suchmaschine in den 1990er Jahren entstand, hat es mehrere Monate gedauert, das gesamte Internet zu durchsuchen und zu indexieren. Mittlerweile nutzt Google Tausende von Index-Servern, um den Index täglich zu aktualisieren. Für das Crawling werden sogenannte Spiders verwendet. Dabei handelt es sich um kleine Programme, die bei einer Handvoll Webseiten mit ihrer Suche beginnen und von dort aus jedem weiteren Link zu anderen Seiten folgen.

Gemeinsamkeiten finden

Überraschend dürfte sein, wie Google Webseiten indexiert. Jedes Dokument, das im Internet gefunden wird, erhält eine laufende Nummer als Indexnummer, unter der es auf Googles Servern abgelegt wird. Gleichzeitig werden die Begriffe auf Keywords durchsucht. Jedem Keyword wiederum wird eine Liste zugeordnet, in der sich alle Dokumente befinden, in denen der Suchbegriff vorkommt. Wird nun eine Suchanfrage gestellt, durchsuchen unzählige Index-Server gleichzeitig den Index, um innerhalb einer halben Sekunde die besten Ergebnisse zu finden. Gibt man eine Keywordkombination ein, müssen also alle Dokumente gefunden werden, in denen alle einzelnen Begriffe vorkommen – und zwar möglichst nah beieinander.

Um die Präsentierung der Suchergebnisse von Google zu verdeutlichen, hier noch ein Beispiel von Matt Cutts zum Suchbergriff “Katy Parry”:

Dokumente und Webseiten, in denen z. B. der Suchbegriff “Katy” vorkommt, haben die Indexnummern 1, 2, 89, 555 und 759. Webseiten, in denen das Wort “Perry” zu finden ist, haben die Nummern 2, 8, 73, 555 und 1000. Die Suchmaschine gleicht nun alle Dokumente im Index ab und sucht die heraus, in denen beide Suchbegriffe vorkommen. In diesem Beispiel wären das die Webseiten 2 und 555.

Bei der Präsentation kommt es auf die Qualität an

Matt Cutts warnt davor, eine Seite wegen eines hohen PageRanks zu gut zu bewerten. Denn wenn das Wort “Katy” nur einmal im gesamten Dokument vorkommt, dann kann auch der PageRank nicht mehr dafür sorgen, dass die Webseite an besonders prominenter Stelle in den Suchergebnisseiten angezeigt wird. Wichtigere Kriterien sind, dass die Suchbegriffe im Text eng beieinanderstehen und dass die Webseite eine gute Reputation hat – also eine starke Verlinkung von relevanten / hochwertigen Seiten. Insgesamt gibt es aber mehr als 200 Kriterien, die darüber entscheiden, als wie hochwertig und interessant eine Seite betrachtet wird.

Thematisch ähnliche Artikel

1 Kommentar zu "Google Websuche: Wie funktioniert die Suchmaschine Google"

  1. Sven sagt:

    Super Sache der Artikel. Über Google und ihre Arbeit kann man echt nicht genug lernen. Ich habe viel zum Thema SEO und Google im Netz gelesen und für mich kommen keine Blackhat-Techniken in Frage. Ich konzentriere mich auf guten Content, der auch im heutigen Web 2.0, wenn es gut läuft, selbst von den Usern verlinkt wird.

Kommentar hinterlassen

Kommentar abschicken

© 2014 omaxis.de