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Google macht ernst im Kampf gegen Linkspam

Google macht ernst und geht streng gegen Linktauschnetzwerke vor. Bereits seit Februar hatte Google auf seinem Webmaster-Blog angekündigt, manuelle Maßnahmen gegen Linkspam durchzuführen und erinnerte daran, dass Linktauschprogramme und ähnliche unnatürlich aufgebaute Links nicht den Google-Richtlinien entsprechen.

Efamous im Visier von Google

Wie Matt Cuffs, oberster Spam-Bekämpfer des Suchmaschinenriesen, am vergangenen Freitaggoogle via Twitter mitteilte, wurden die ersten dieser angekündigten Maßnahmen nun getroffen. Wegen Verstoßes gegen die Google-Richtlinien nahmen die Spam-Kämpfer das in Berlin ansässige Unternehmen Efamous ins Visier. Efamous wirbt damit, die Inhalte seiner Kunden über zahlreiche Webseiten mit Millionen von Visits zu verbreiten. Das Unternehmen agiert mittlerweile auch international.

Verstöße gegen die Google-Richtlinien

Noch nicht klar ist, wie genau die von Google angekündigten Maßnahmen aussehen werden. Im Visier scheinen die Spam-Bekämpfer der Suchmaschine weniger den kleinen Webseitenbetreiber zu haben, der hin und wieder einen Link mit anderen tauscht, als vielmehr die großen Netzwerke. Als Verstoß gegen die Richtlinien sieht Google unter anderem folgende Strategien zum Linkaufbau an:

  • Teilnahme an Linktauschprogrammen mit gekauften Links, die PageRank weitergeben

  • Artikel- und Linkverzeichnisse

  • Content-Placement

  • Blog-Marketing

Mehr Details führt Google noch in einem Video aus.

Mit Links versehene Gastbeiträge auf Blogs betrachtet Google ebenfalls kritisch, da sich das Blog-Marketing zum Spam entwickelt habe, mit wenig inhaltlicher Qualität. Viele Agenturen, die Suchmaschinenoptimierung anbieten, arbeiten gerne mit gekauften Blogartikeln, deren Backlinks Google als Zeichen der Relevanz der verlinkten Webangebote erkennen soll. Efamous bietet nicht nur derartigen Blog-Content an, sondern erstellt auch Pressemitteilungen und platziert diese auf Nachrichtenportalen und Blogs.

Die Strafaktion führt zwar nicht dazu, dass die abgestraften Seiten ganz aus dem Google-Index verschwinden; sie tauchen allerdings erst weit hinten in den Suchergebnissen auf. Das wirft wiederum kein gutes Bild auf die abgestrafte Agentur, die Suchmaschinenoptimierung verspricht.

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