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Autoren-Reputation: SEO für Personen

Suchmaschinenoptimierung für Personen
Suchmaschinenoptimierung jetzt auch für Personen. (Foto: christgr / sxc.hu, Lizenz: Royalty free)

Es mehren sich die Anzeichen, dass für den Suchmaschinenriesen Google die Personen, die Online-Inhalte erstellen, immer wichtiger werden. Vorteile ergeben sich durch das Autoren-Ranking für viele Beteiligte: Autoren wie Journalisten oder SEOs erhalten dadurch bessere Möglichkeiten, sich im Netz einen guten Ruf aufzubauen und Aufträge zu generieren. Redaktionen können ihre Webseiten mit guten Autoren aufwerten und für die Suchmaschinen ergibt sich ein neues Kriterium, um die Qualität von Webseiten zu bewerten.

Autorennamen mit Web-Inhalten verbinden

Schon seit Längerem können Autoren, die Artikel für Webseiten schreiben, ihren Artikel mit ihrem Namen und ihrem Google+ Profil verbinden: Mit dem kürzlich implementierten Link-Attribut rel=“author“ war dies bislang manuell möglich. Zurzeit testet Google eine Funktion, die es Autoren noch leichter machen soll, ihren Namen mit einem Artikel in Verbindung zu bringen. Dafür werden Urheberinformationen wie der Name, das Google+ Profil und die E-Mail-Adresse des Autoren in die Suchergebnisse integriert. Die Suchergebnisse verweisen anschließend auf zahlreiche Artikel, an denen der Autor beteiligt war. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Person hinter dem Inhalt für Google immer wichtiger wird, ist die neu in die Webmaster-Funktionen integrierte Autoreninformation. Web-Autoren können hier die Statistiken ihrer Artikel miteinander vergleichen.

Die Vorteile für Autoren

Der Vorteil eines guten Rankings liegt für Autoren auf der Hand: Gelten sie als Lieferanten guter und relevanter Inhalte, können sie ihre Texte besser und teurer verkaufen und leichter Redaktionen als neue Kunden gewinnen. Anhand welcher Kriterien kann Google nun aber die Relevanz eines Autors bewerten? Zunächst bietet sich das eigene Profil bei Google+ an: In die Bewertung einfließen könnten zum Beispiel die Anzahl und Benennungen der Freundeskreise im sozialen Netzwerk von Google, die sogenannten Circles. Autoren, die über ihre Circles mit vielen anderen gut bewerteten Autoren und Redaktionen bzw. Webseiten verbunden sind, würden ebenfalls als relevant eingestuft.

Autoren, die im Netz gut verdienen möchten, müssten also verschiedene Voraussetzungen erfüllen:

  • Für eine gute Reputation bei Google müssten sie zunächst bei Google+ angemeldet sein. Konkurrierende soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter bezieht Google angeblich in seine Auswertung nicht mit ein.
  • Autoren müssten ein großes Netzwerk mit anderen Autoren und zu möglichst renommierten Webseiten aufbauen, die Artikel gegenseitig verknüpfen und bewerten.
  • Schließlich müssten Autoren sich um eine gute Verlinkung ihres Autorenprofils kümmern, es also bei ihren Artikeln angeben.

Gewinnen Personen für die Suchmaschinenergebnisse tatsächlich so an Bedeutung, wie es bisher den Anschein hat, werden Online-Redaktionen auf bekannte und gut gerankte Autoren zurückgreifen müssen, um sich ebenfalls eine gute Bewertung durch Google zu sichern.

Welche Vorteile hat Google durch die Autoren-Reputation?

Doch was hat Google eigentlich selbst vom Autoren-Ranking? Ganz einfach: Google könnte den Nutzern qualitativ hochwertigere Suchergebnisse liefern. Die Schwachstelle des Webseiten-Rankings liegt bislang nämlich in der Bewertung der Links: Eine Webseite, die viele relevante Links erhält, kann sich eine gute Position in den Suchergebnissen sichern. Mit genügend Zeit und Geld können diese hochwertigen Links allerdings leicht positioniert werden; die Suchergebnisse lassen sich also manipulieren. Die Autoren-Reputation würde für Google eine weitere Möglichkeit darstellen, redaktionelle Inhalte nach Qualität zu bewerten – und den Usern so die Inhalte zu liefern, die diese tatsächlich suchen.

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