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Auch Facebook macht gegen Spam mobil

Nicht nur Google tritt in diesem Jahr verstärkt den Kampf gegen Linkspam an (wir berichteten). Auch soziale Netzwerke gehen gegen Postings vor, die als Spam gewertet werden könnten. Voran marschiert Facebook; das Social Network scheint nun Unternehmen ins Visier zu nehmen, die bestimmte Marketing-Strategien zu intensiv nutzen.

Wie Facebook gegen „Spam-Beiträge“ vorgeht

Facebook FanpagesJennifer Sleg berichtet im Blog Search Engine Watch, dass Facebook neue Strategien gegen das sogenannte „like-baiting“ entwickelt hat. Darunter verstehen die Macher des sozialen Netzwerkes direkte Call to Actions, die von Unternehmen und Marken gerne genutzt werden: Wer Facebook zu Werbezwecken nutzt, ruft seine Follower häufig dazu auf, Inhalte zu teilen, Freunde zum „Liken“ einer bestimmten Seite anzuhalten oder für bestimmte Inhalte den „Gefällt mir“ Button zu drücken; das ist seit Jahren gängige Praxis für fast alle auf Facebook vertretenen Unternehmen. Die werden aber vielleicht bald umdenken müssen: Wie Sleg berichtet, sollen Postings, die direkt zum liken, teilen oder kommentieren aufrufen, nicht oder weniger häufig in der Timeline der Facebook-User gezeigt werden.

Facebook selbst gibt an, mit der neuen Strategie auf User-Anfragen zu reagieren. Es könnte allerdings auch noch einen ganz anderen Grund geben: Bessere Sichtbarkeit erhalten nun nämlich vor allem Unternehmen, die für ihre platzierten Inhalte bezahlen.

Regeln für erfolgreiches Facebook-Marketing

Was können Unternehmen nun tun, die auch nach der neuen Regelung auf Facebook sichtbar sein wollen und einen guten Kontakt mit ihren Fans und Followern pflegen möchten? Sleg macht drei Vorschläge:

  • Nicht explizit nach Likes, Kommentaren und dem Teilen von Beiträgen fragen.
  • Nicht häufiger denselben Content teilen.
  • Keine irreführenden Links nutzen, die zu anderen Seiten führen, als der Text verspricht.

Neue, kreative Wege der Kommunikation sind gefragt

Für Unternehmen bedeutet das, dass sie sich in Zukunft neue, kreativere Wege ausdenken müssen, um Fans auf Facebook zu gewinnen und zu halten. Analoges gilt auch für andere soziale Medien. Wer online erfolgreich mit anderen Usern in Kontakt treten und für sein Unternehmen bzw. seine Marke interessieren möchte, sollte vor allem:

  • tatsächlich ansprechbar sein, auf Kommentare antworten und Feedback ernst nehmen;
  • interessante Inhalte teilen, die für die eigenen Fans und Follower einen Mehrwert aufweisen (Katzenfotos sind zwar niedlich und erregen Aufmerksamkeit, wenn sie nichts mit dem eigenen Unternehmen zu tun haben, sollte man sie trotzdem eher nicht zu Werbezwecken einsetzen);
  • authentisch und glaubwürdig auftreten.

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